​St. Anna Kinderspital

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Das St. Anna Kinderspital hat sich vom ehemals ersten österreichischen Kinderkrankenhaus zu einer Einrichtung entwickelt, die modernste medizinische Versorgung anbietet. Mit Prof. Helmut Gadner als ärztlicher Direktor des St. Anna Kinderspitals (1981 – 2011) entwickelte sich der Standort kontinuierlich seit 1981 neben seiner Leistung als allgemeines Kinderkrankenhaus  zu einem Zentrum für die Behandlung kindlicher Blut- und Tumorkrankheiten (Krebserkrankungen) und genießt Österreichweit und international einen hervorragenden Ruf. Seit März 2012 steht es unter der ärztlichen Direktion von Univ. Prof. Wolfgang Holter.

Das Krankenhaus verfügt über insgesamt acht Stationen, darunter eine Säuglingsstation, zwei allgemein-pädiatrische Stationen, eine Hals-Nasen-Ohren-Station, zwei onkologische Basisstationen, eine Knochenmarkstransplantations-Station sowie eine eigene Intensivstation, die vor allem zur Überwachung von PatientInnen nach Knochenmarktransplantationen genutzt wird.

Daneben gibt es für den allgemein-pädiatrischen Bereich eine allgemeine Ambulanz (inklusive Notfallambulanz rund um die Uhr) mit weiteren Spezialambulanzen zur Erstversorgung und Nachbehandlung. Im hämatologisch-onkologischen Bereich sind Ambulanzen für Onkologie, Hämatologie, Immunologie sowie Stammzelltransplantation und Nachsorge eingerichtet. Seit Sommer 1997 ist eine Tagesklinik der onkologischen Basisstationen in Betrieb. Zur genauen Diagnose der Erkrankungen stehen modernste Einrichtungen und Geräte zur Verfügung.

Das St. Anna Kinderspital übernimmt sämtliche Behandlungen interner Erkrankungen im Kindesalter und Operationen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich. Alle anderen Operationen erfolgen in Zusammenarbeit mit anderen Krankenhäusern, die Betreuung verbleibt jedoch vor und nach dem Eingriff im St. Anna Kinderspital.

Rund 365 MitarbeiterInnen (korrigierte Beschäftigte), darunter rund 53 ÄrztInnen, 167 Pflegepersonen sowie MitarbeiterInnen des medizinisch-technischen Fachpersonals, PhysiotherapeutInnen, LogopädInnen und DiätologInnen stehen den PatientInnen zur Verfügung.
Anzuführen ist auch die Betreuung der onkologischen und internen Bereiche durch die PsychologInnen und PsychotherapeutInnen. Daneben bieten auch eine SozialarbeiterIn und SeelsorgerInnen Unterstützung an. KindergärtnerInnen und "gelbe Tanten", ehrenamtliche Mitarbeiterinnen, sorgen durch Spiele und Möglichkeit zu kreativer Betätigung für Spaß und Ablenkung. Auch die CliniClowns kommen regelmäßig ins Haus. Bei länger dauernden Behandlungen werden unsere PatientInnen von LehrerInnen der Wiener Heilstättenschule unterrichtet.

S²IRP - Studien und Statistik an der St. Anna Kinderkrebs-forschung (science.ccri.at)​

Unterstützt duch betroffene Eltern, deren Kinder an Krebs erkrankt waren und im St. Anna Kinderspital behandelt wurden,  wurde zunächst im St. Anna Kinderspital unter Prof. Helmut Gadner ein eigenes Forschungsinstitut für krebskranke Kinder aufgebaut und im Juni 1988 eröffnet.

Im Forschungsinstitut wurde ein Kompetenzzentrum (KKS) für Studien und Statistik mit dem Schwerpunkt auf akademischen hämato-onkologischen Studien gegründet. Im Herbst 2007 wurde der Aufgabenvielfalt mit der Namensänderung in S²IRP (Studies and Statistics for Integrated Research and Projects) Rechnung getragen und auf Basis eines Audits im Jahr 2006 die Abteilung in einen größeren Bereich unter Wahrung der Nähe zum St. Anna Kinderspital in die Hebragasse 9 umgesiedelt. Die St. Anna Kinderkrebsforschung übernahm die gesetzlich vorgeschriebene Sponsor Verantwortung für diese akademischen Studien gemäß den EU Auflagen und dem AMG seit 2004 und sicherte auch durch den Abschluss eines Rahmenversicherungsvertrages für ganz Österreich im September 2005 bei Zürich-Kosmos deren Weiterbestand.

Unter der Leitung von Univ. Prof. Dr. Ruth Ladenstein (Kinderfachärztin mit Spezialisierung in Hämato-Onkologie , Projektmanagementausbildung und MBA Abschluss, Leitung der Arbeitsgruppe für Hämato-Onkologie – AGPHO der ÖGKJ) werden in enger Kooperation mit dem St. Anna Kinderspital und einem multidisziplinäre Team im breitem Spektrum der Krebserkrankungen akademische Therapiestudien zur qualitativen und quantitativen Verbesserung der Überlebens durchgeführt.  Unter Einbezug relevanter Ergebnisse der translationalen Forschung werden neue Erkenntnisse im Bereich der Diagnostik und Therapie für Risiko- adaptierte Behandlungen genützt. 

Insgesamt wurden durch das KKS bisher Daten von mehr als 9.000 PatientInnen mit Krebserkrankungen erfasst, ausgewertet und in Form von Vorträgen und zahlreichen Publikationen sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene kommuniziert.  Bezogen auf Krankheitsbilder liegt der internationale Fokus insbesondere im Bereich der Langerhanszellhistiozytose (Leitung der LCH Studien I-IV), dem Neuroblastom (Leitung der Europäischen Hochrisikoneuroblastomstudie HR-NBL1/SIOPEN)  und der Stammzelltransplantation der akuten lymphatischen Leukämie (Leitung der Internationale ALL-SZT Studie).

S²IRP als KKS bietet ForscherInnen und Industriepartnern Kompetenz und Unterstützung bei der Planung, Organisation und Durchführung klinischer Studien im vollen Spektrum der gesetzlichen Erfordernisse. Die Serviceleistungen umfassen Beratung, Erstellung erforderlicher Dokumente  (Studienprotokolle, Patienteninformationen, Case Report Forms),  Unterstützung bei Datenbankentwicklungen, Durchführung der Genehmigungsverfahren bei Ethikkommissionen und Behörde sowie Erfüllung diverser Dokumentations- und Meldepflichten, Handhabung von Prüfmedikationen, Planung von Monitoring und Pharmakovigilanzmanagement sowie Projektmanagement. Es wurden alle österreichischen Hämato-Onkologen der AGPHO als Prüfärzte ausgebildet und das Team der Forschungs - und StudienassistentInnen durch zahlreiche Fortbildungen geschult.

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Zimmermannplatz 10
A-1090 Wien
Tel.: +43 (0)1 40470 0
Fax: +43 (0)1 40470 7150

http://science.ccri.at/research/research-areas/clinical-research/ruth-ladenstein/s2irp/

Leitung:
Univ. Prof. Dr. Ruth Ladenstein, MBA, cPM

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